über

Hallo und willkommen,

ein Blog von Vielen ist ein Blog von einer, die viele ist.
Von einer, die ausging, das Leben nach der Gewalt zu erfahren, zu verstehen und zu leben.

Es geht ums anders sein und ums anders machen.

41 Gedanken zu „über“

  1. Super layout und spannend das es kracht.Mir wird schon die Birne ganz weich wenn ich daran denke selbst mit sowas klarkommen zu müssen. Bitte mehr davon.

  2. Danke für Euer Schreiben. Es sagt, was man selbst vielleicht (sicher) nicht so sagen/schreiben/sich-selbst-eingestehen-wollen-dürfen-können kann…

  3. Hallo, ich finde Euren Blog wirklich sehr gut und werde auch noch ein wenig hier lesen. Die Interpretation von den Disney-Filmen spricht mich sehr an. Ich würde Euren Blog gerne bei mir verlinken, wenn ich darf. LG Silbermond

  4. Hallo Ihr, hallo Du!
    Ich bin vor ein paar Wochen irgendwie hier gelandet und habe mich in drei Tagen durchs Archiv gelesen. Immer mal wollt ich schreiben und bisher hats nicht geklappt.
    Aber heute, here we go:
    Danke! Danke für deinen Wunsch Brücken zu bauen und auch Menschen ohne DIS eben dies näher zu bringen und Danke dafür, dass es gelingt.
    Ich finde es lässt sich eine ziemliche Entwicklung rauslesen wenn man so in einem Rutsch durch all die Monate liest. Eine persönliche Entwicklung die neu gewonnene Stärke und viel Arbeit und Selbstreflexion erkennen lässt.
    Dafür alle Daumen in die Höhe!
    Soviel erstmal…ich wollt einfach ein „Lob“ aussprechen (das klingt so doof nach „toll gemacht,fein“-ich hoffe Du verstehst?) und mich als neue Leserin zu erkennen geben.

  5. Danke für diese Offenheit. Als Gewaltberater/Tätertherapeut bin ich dabei noch Vieles zu lernen, durch dich und andere Betroffene und ich bin berührt, erschreckt, empört, wütend, wenn ich lese und mitfühle. Und ich werde bestätigt in meinem Tun, um alles in meinen Kräften Stehende zu versuchen, um weiteres Leid zu verhindern.
    Einen lieben Gruß

  6. jetzt bin ich grad hintenüber gefallen
    *DING DONG*
    Wer ist da?
    REALITÄT du Schnarchnase!
    :mrgreen:

    Es freut mich, dass jemand mit deinem Beruf hier liest!
    Bin ich doch selbst oft die,die versucht ist zu denken, dass nur Täter Tätern helfen. Meine Ratio brät mir natürlich gleich immer wieder eins über für dieses Denken- aber der Impuls bleibt und deshalb Danke ich dir sehr, dass du dich hier so gezeigt hast!
    Ist ein gutes Vorbild für mich, dieses Handeln.

  7. Hallo Ihr!

    Da stolper ich doch gerade über euren „Rosenblätterhulk-Tweet“ und fühle mich ein wenig ertappt…. denn mein Lesezeichen für euren Blog liegt genau auf diesem Beitrag 😉
    (Der m.E. ruhig mal hätte den Weg zur ARD finden können!)

    LG,
    von einer stillen Mitleserin
    (die sich eigentlich schon seit Wochen mal dazu durchringen wollte, euch ein paar Worte zukommen zu lassen ^^ )

  8. Aaaah wie wunderbar!
    Ich hätte nicht gedacht, dass den nochmal jemand anklickt!

    Schön! Ich freue mich und suche inzwischen schon nach einer Zuchauerkritikabteilung des ARD

  9. Ich treib mich hier ja auch schon ein wenig rum und nun hoffe ich das du keine einwände dagegen hast, dass ich dich in meine Linkliste aufgenommen habe.
    Ansonsten bitte einfach Bescheid geben.

    Liebe Grüße
    Bao

  10. Hallo, ich wollte fragen, ob ich Euren Blog bei mir verlinken dar. Er hat sehr oft wirklich gute Artikel und ich lese gerne bei Euch. VG sendet Strandläufer

  11. Hallo,
    auch ich wollte mich hier mal sehen lassen und was zu dem Text sagen. Ich finde auch krass, wie man mit DIS behandelt wird. Wir mussten das unserem Zahnarzt sagen, wegen einer Narkose bei einer OP und die Zahnarzthelferin kam und fragte glatt, ob wir eine Mörderin sind,… da doch im Fernsehen immer Multiple beim Tatort morden oo,… die Darstellung im Fernsehen ist völlig verdreht
    LG Sherly

  12. Jetzt bin ich total froh, dass du auf meinem Blog warst….
    Ein schönes Gefühl hier zu sein…
    Ich fühle mich jetzt nicht mehr ganz so alleine …
    Danke!
    Jo(hanna)

  13. Hallo, so einfach ist es, einfach hallo, obwohl ich eigentlich sagen will, ich drück Dich, Euch da draussen einfach ganz fest.

    Hatte heute Nacht wieder eine dieser Intrusionen, langsam komme ich „der Sache“ auf den Grund. Das, was mein Hirn mir so lange Jahre nicht zeigen wollte, es „tropft sich duch“ in mein Bewusstsein.
    10 Jahre „arbeite“ ich jetzt daran – Hausarzt, 1 1/2 Jahre SSRI’s, Psychotherapeut, Psychiaterin, mehr als ein Jahr mit Bipi’s (so haben wir uns genannt ;-), bipolar „gestörte“) in Selbsthilfegruppe, Psychiater, Paartherapie, Fehl- und Keindiagnosen, Benzo’s und „Zero“-Quäls (Seroquel) und viele, viele, viele abgrundtiefe Abstürze. Dann – vor 3 Jahren – schaue ich meinem Sohn in die Augen, er weint, er ist wirklich sehr verzweifelt (Schule…) und plopp, das wichtigste Puzzleteil fällt in mir an den richtigen Platz und ich erkenne, was mit mir selbst nicht stimmt. Ich bin ein verletztes Kind (werde in wenigen Wochen 50 Jahre alt 😉 Kurzversion: mein Vater, das gettverd… Schwein! Meine einzige Erinnerung an ihn, heute noch! ; Ich bin 7 Jahre, stehe am Bett, er liegt drin, Herzinfarkt, Schaum tritt ihm aus dem Mund, er streckt einen Arm aus, winselt mich mit den Augen um Hilfe an, und ich… kucke ihm einfach zu, warte bis der letzte Atemzug gegangen ist, trete dann aus dem Zimmer, postiere mich vor der Tür und passe auf, das niemand rein geht… heute weiss ich, was da und warum das so abgelaufen ist…
    Letzten Oktober dann habe ich endlich die richtige Hilfe gefunden, nachdem ich mit dem Flickwerk verhaltensterapeutischer und medikamentöser Unterstützung einfach nicht über einen gewissen Punkt hinausgekommen bin, aber auch endlich den Mut gefunden habe, den schwierigsten Weg zu gehen, nähmlich den mitten durch die ganze Sch… hindurch. Und seitdem kriegt auch mein (wie hast Du das glaub ich irgendwo in deinem Blog genannt) monstruös gut funktionierendes Inneres, meine Du-musst-im-Alltag-funktionieren-Maschine plötzlich „Schluckauf“, immer öfter, Intrusionen, Erinnerungsfetzen, brutale Ohrfeigen von Geistern, die weit weg gesperrt sind, Ohrfeigen, die mich an den Rand meines Funktionierenkönnens schleudern. Aber ich packe es, immer besser.
    Meine „Rettung“ (ich hab sogar den Mut, sogar an so etwas zu glauben) ist eine Therapeutin, die auf Traumaverarbeitung/Traumaherapie spezialisiert ist, wir haben zusammen den Boden geschaffen, auf dem ich jetzt stehen kann, knapp vor meinem ganz persönlichen, bodenlos-tiefen Abgrund. Wir haben geübt, in ganz kleinen Schritten. Rein, raus, rein, raus, rein, raus… an ganz kleinen, hauchdünnen Bewegungen des Körpers, Stellungen, Stellen, Befindlichkeiten, wieder und wieder. Haben neue Reaktionspfade in mein Hirn „geschlagen“. Die Methode: Somatic Expereincing.
    Und jetzt ist es soweit, jetzt will sie weiter gehen und ich bin bereit, den Weg zu gehen weil ich zum ersten mal in meinem Leben weiss, das ich (und damit meine ich nicht das Monster in mir, sondern mein wahres, heutiges, tatsächliches ich) das packen werde!

    Sorry für das lange gequatsche (typisch gell, sich entschuldigen müssen…)

    Müder, aber zuversichtlicher Krieger

    P.S.: Was ich eigentlich sagen wollte: Gut dass es diesen Blog gibt! 😉

  14. Ich fänd es spannend, wenn du einen Blog über deine Erfahrungen mit Somatic Expereincing schreiben würdest. 🙂

    Davon las ich neulich bereits und konnte mir aber nur schwer vorstellen, was das genau ist.

    Danke für den Dank 😉

  15. am besten erklärt hier:

    http://www.somatic-experiencing.de/was-ist-se/beschreibung/index.html

    aber was noch wichtiger ist – zumindest bei mir – mein Absturz-Reaktions-Verhaltens-Muster, das jeweils von entsprechenden Triggern losgetreten wird, verändert sich tatsächlich. Jahrzehntelang gelebte und von der Umwelt unverstandene oder als inadäquat empfundene Reaktionsmuster (z.B. Aggression, Depression, seelische Selbstverletzung etc.) „verschwimmen“ tatsächlich und mein „Neuronen-Haufen zwischen den Ohren“ hat tatsächlich ein wenig „gelernt“ (an eben diesem Üben, an ganz feinen, nicht so tief gehenden Expositionen, also dem immer wieder ein- und aussteigen, ein- und auftauchen in die zugrundeliegende seelische Verletzung) adäquat zu reagieren, d.h. es wirklich zu packen, den Schmerz und die Trauer auszuhalten… nennt es ruhig verarbeiten (obwohl DAS nie und nimmer wiedergutzumachen ist). Meine Therapeutin vermischt verschiedenste Techniken aus SE, Gesprächstherapie, Yoga. Aber eigentlich geht es immer nur darum, sich an der Grenze zum „Absturz“, der Grenze zur bodenlos tiefen Schmerzreaktion zu bewegen.

    Ein Beispiel: Ich sitze auf einem Schemel. Sie leitet mich an, verschiedene Bewegungen, auch ganz feine, auszuführen. Das Gewicht zu verlagern, vor- oder zurückzuneigen. Sie leitet mich dabei an, in Gedanken in meinem Körper an verschieden Stellen zu gehen, z.B. die Füsse zu spüren, den Boden, die Temperatur dort, dann weiter nach ober über die Waden, Unterschenkel und weiter. Dabei beobachtet Sie mich und nimmt meine Reaktionen sehr feinsinnig wahr, wandert sozusagen mit mir mit. Der Witz/Zweck/Ziel ist es, positiv wahrgenommene Haltungen/Körperstellungen/Stimmungen ebenso zu „identifizieren“ wie auch Negative differenziert zu entdecken. Wir haben im Laufe der Sitzungen eine ganz eigene Verständigung gefunden und ein einfaches Wort von mir, nämlich das Wort „böse“, gibt ihr die Rückmeldung, wenn wir an die negativen Stellen kommen (bei mir ist es z.B. der Ösophagussphinkter, also der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen). Aber eigentlich merkt sie das schon an meiner Haltung, wenn es Richtung „negativ“ geht. Aber eigentlich spielt das tatsächliche „wo“ keine Rolle, es geht auch im Gespräch mit entsprechenden „berührenden“ Themen.
    Was dann geschieht, ist ein seeeeeeeeeeeeeeeeehr feinfühliges rein und raus, angeleitet durch die Therapeutin, sie ist sozusagen das Seil zum Pflock am Rande des Abgrunds. Duch Gedanken, Gespräche aber insbesondere durch körperliche Erfahrung (also Wahrnehmung des Körpers in dessen Bewegung und Sinnesrückmeldung) immer wieder von den „guten“ oder „positiven“ (Ressourcen) Stellen/Zuständen in die „bösen“, „negativen“ zu wechseln und wieder weg davon, zurück in die „guten“ oder „positiven“. An meinem Beispiel von oben heisst das z.B., dass ich mich auf dem Schemel sitzend vornüber beuge und somit das Brustbein gegen meinen „bösen“ Sphinkter drückt und das negative Gefühl auslöst und sie mich dann aber anleitet/auffordert und begleitet und mich durch Aufrichtung und Öffnung wieder in eine angenehme, gute Position zurückführt, und dann die wiederum positiven Gefühle anspricht. Ziel ist es, in diesen kleinen, feinen rein-raus-Bewegungen in und aus dem Schmerz, salopp gesagt, dem Hirn wieder beizubringen, auf innerlich lebensbedrohliche Gefühlszustände (und als solche werden sie wahrgenommen, Du weisst das) nicht Stammhirn-gesteuert zu (über-)reagieren. Es ist wirklich spannend, sich selber dabei zuzusehen, wie an manchmal nur sehr kleinen Veränderungen im Körper auch Stimmungen und Gefühle gekoppelt sind, bzw. deren Veränderung.

    Natürlich zielt die Therapie mittelfristig darauf, sich immer mehr dem Kern zu nähern. So wie man einem Menschen mit einer Spinnen-Phobie also letztendlich irgendwann einmal eine Spinne auf den Arm legt wird die Auseinandersetzung mit dem zugrundeliegenden Trauma (also die Exposition) immer konkreter, heftiger, stärker, bewusster… aber eben, wie meine Therapeutin sich auszudrücken beliebt, auf eine „titrierte“ Art und Weise, also immer nur in minimalsten Tröpfchen oder Portiönchen sich an die Gesamtsosse herantastend… ;-).

    Wir sind noch nicht tief abgetaucht, haben in den letzten Monaten aber durch diese „Übungen“ die Grundlagen dafür gelegt, überhaupt uns an den eigentlichen Kern herauzuwagen. Das steht mir nun aber bevor, sie lässt mich das spüren. Ich habe eine Riesenangst…

    Dartagnan, eine Träne im Augenwinkel, aber den Degen fest in der Hand.

  16. Hallöchen, bin über Google auf deinen Blog gestolpert. Genauer gesagt: auf dein Thema vom 08.01.2013 „mit oder ohne Betäubung“. Da unsere Thera grad 4 Wochen im Urlaub ist und unsere essgestörten Innenpersonen uns mit ihren (mehr oder weniger hilfreichen) Kompensationsmethoden über die schwere Zeit helfen, konnte ich einfach nur verstehen und nachfühlen was du meinst!!! Es tut gut zu lesen, dass man ähm wir nicht alleine sind mit solchen Kämpfen. Werde nun fleißig mitverfolgen 🙂

  17. Hallo Hannah,

    ich bin gerade zufällig über deinen Blog gestolpert. Ich finde es sehr interessant, auch über andere psychische Probleme als Depressionen zu lesen. Toll geschrieben.

    Ralf

  18. Über die Mädchenmannschaft bin ich auf deinen Blog gestossen und habe gerade deine tolle Rede „ES sagen – Gewalt benennen, ohne sie weiterzutragen“ gehört. Und ich habe mich angesprochen gefühlt, als du sagtest, es gibt manchmal so viel Trafik auf deinem Blog, aber niemand hinterlässt etwas. Ich neige auch dazu nichts zu hinterlassen (gelernt ist gelernt). Aber, ja, eigentlich ist das schade und alles verpuft dann so. Ich habe aus deine Rede gelernt, das es vielleicht doch Gewalt gab, die ich erlebt habe, auch wenn es Gewalt ist, wie sie im Allgemeinen nicht als Gewalt (von den Mächten) definiert wird. Es war Gewalt, weil ich sie so empfunden habe. Es war Gewalt durch die komplette Abwesentheit von Empathie und Bindung, die letztendlich jede Art von Gewalt möglich gemacht hätte und mir immer Angst gemacht hat. Wie auch immer, ich lese deine Artikel, ich lerne viel, ich verstehe nicht alles was du schreibst, aber das macht nichts.

  19. Ganz vielen lieben Dank für deinen Kommentar Nicola

    Ja, wenn etwas fehlt – wie Empathie und Bindung, dann ist es oft auch noch schwerer zu benennen, was einen da so verletzt und bewegt.
    Ich freue mich, dass du dir aus dem was wir hier machen so viel rausziehen kannst. Ehrlich.

    Viele Grüße

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